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Die Schnaken sind am Rhein entlang als Plagegeister bestens bekannt. In lauen Sommerabenden wurde der Aufenthalt in der Natur in früheren Jahren nahezu
unmöglich.
Deshalb war es für die Gemeinde Au am Rhein selbstverständlich sehr früh sich
mit diesem Thema auseinander zu setzen. Bereits 1983 wurde Kontakt aufgenommen
zur Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V. Dieser
Verein, bestehend aus Gebietskörperschaften entlang des Rheines ausgehend von
Ludwigshafen, hat sich zum Ziel gesetzt, die Schnakenplage einzudämmen.
1986 wurde dann die Gemeinde Au am Rhein Mitglied bei dieser kommunalen
Aktionsgemeinschaft und die Schnakenbekämpfung wurde dann von wissenschaftlichen
Mitarbeitern der Aktionsgemeinschaft geplant und durchgeführt.
Ursprünglich wurde ein Film auf das Wasser ausgebracht (Liparol). Dieses
Bekämpfungsmittel hatte jedoch den Nachteil, dass auch viele andere
Kleinlebewesen im Wasser betroffen waren. Der Durchbruch der Schnakenbekämpfung
mit einer erfolgreichen Strategie erfolgte 1987 durch den Einsatz des Bti (Bacillus
thuringiensis israelensis). Dieses selektive Bekämpfungsmittel führt zu einem
Absterben der Schnakenlarve. Leider greift dieses Mittel nur in der
Entwicklungsphase als Larve bei der Schnake. Deshalb ist nur ein kurzes
Zeitfenster zur Bekämpfung gegeben.
Inzwischen wird dieses Mittel großflächig mit Hubschrauber als Eisgranulat
ausgebracht. Kleinflächig werden auch zu Fuß Bekämpfungen durchgeführt. Dies
hängt natürlich immer wieder davon ab, wie Wasserstände oder
naturschutzrechtliche Bedingungen gegeben sind, zumal für die Schnakenbekämpfung
eine sehr detaillierte Genehmigung der höheren Naturschutzbehörde erforderlich
ist.
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Seit die Schnakenbekämpfung erfolgreich in unserer Gemeinde und Region
durchgeführt wird, ist die Lebensqualität der Menschen in der Rheinebene enorm
gestiegen. Man kann endlich abends im Freien sich aufhalten und auch die schöne
Landschaft im Sport oder beim Wandern genießen.
Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft bekämpft jedoch nur die Rheinschnaken, also
die Schnaken, die in den Überschwemmungsgebieten entstehen. Im Dorf selbst ist
jeder Grundstückseigentümer selbst verantwortlich, dass er keine Schnaken
züchtet. Aus diesem Grunde werden auch über die Gemeindeverwaltungen
kostenlos die Bti-Tabletten abgegeben, um die Hausschnake effektiv zu
bekämpfen. Dabei ist darauf zu achten, dass diese Hausschnaken sich in
Regenfässern, Klärgruben, Gullys und dergleichen entwickeln können. Deshalb sind
immer alle Einwohner aufgerufen, dies regelmäßig zu überprüfen.
Übrigens gibt es in Au am Rhein ca. 35 Arten von Schnaken, die aber immer mit
dem gleichen Mittel bekämpft werden können. Nur muss man wissen, dass manche
Schnakenarten eben besondere Brutstätten und Eigenschaften haben. Insoweit ist
gerade die Zusammenarbeit mit der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung
der Schnakenplage eine wichtige Hilfe. Die dortigen wissenschaftlichen Arbeiten
dienen ganz wesentlich der Umweltverträglichkeit und der Effektivität der
Schnakenbekämpfung. Der Verbund der 98 Gemeinden am Oberrhein sichert den
Menschen in den Rheinniederungen ihre Lebensqualität.
Sollten Sie weitere Informationen oder Auskünfte zur Schnakenbekämpfung
wünschen, so wenden Sie sich doch an die
Geschäftsstelle der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der
Schnakenplage e.V.
Ludwigshafen am Rhein
67165 Waldsee
Tel.: 0 62 36 / 4 18 60
Fax.: 0 62 36 / 41 86 22
Mail: sekreteriat@kabs-gfs.de
Wir bitten daher die Besitzer auch
von stillgelegten Sicker- und Jauchegruben sich im Rathaus zu melden. Diese
Gruben werden dann, nach telefonischer Absprache, von uns aufgesucht und einer
fachkundigen Beurteilung hinsichtlich ihrer Bedeutung als Brutstätte unterzogen.
Es entstehen hierbei, auch für ggf. notwendige Bekämpfungsmaßnahmen, keinerlei
Kosten für den betreffenden Privathaushalt.
Helfen Sie mit, damit Sie den Sommer ohne die Plagegeister genießen können!
Vielen Dank.
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